Inetrnational Centre of the Roerichs

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Am 3. Januar 2012 veröffentlichte die „Nürnberger Zeitung“ einen Artikel von Magnus Zawodsky “Ein Maler greift nach der Macht. Spannend: Wer war Nikolai Roerich?” Am Ende seines Artikels erwähnt Zawodsky den "Biografen" Roerichs, Ernst von Waldenfels, und schreibt über sein Buch „Nikolai Roerich – Maler, Magier,Abenteurer“ ( „Nikolai Roerich - Kunst, Macht und Okkultismus“), das von Osburg Verlag herausgegeben wurde.

In diesem Zusammenhang ist es aber schwer zu verstehen, ob der von Zawodsky geschriebene Text eine Rezension über das Buch ist, da er keine Hinweise darauf gibt, oder seine eigene Meinung darstellt.

Aber in beiden Fällen ist das Wissen des Stoffes notwendig. Insbesondere dann, wenn die Rede von solch einem Kulturschaffenden vom Weltstand wie Nicholai Roerich geht. Er war ein hervorragender russischer Künstler, Wissenschaftler, Denker, öffentliche Figur und der Organisator der internationalen Bewegung zum Kulturschutz, die 1935 mit der Unterzeichnung des internationalen Vertrages zum Schutz von Kultur gekrönt wurde.

Viele große Vertreter der Menschheit schätzten Roerich hoch, auch wie einen Künstler. Es war zum Beispiel Rabindranath Tagore, der sich für die Gemälde Nicholai Roerichs begeisterte: „Auf sie schauend habe ich eine einfache Sache verstanden, die anscheinend vollkommen klar ist, die jedoch immer wieder neuentdeckt werden muss, und zwar, dass die Wahrheit grenzenlos ist. Ihre Kunst ist außerordentlich eigenartig, weil es die große Kunst ist“.

Albert Einstein hat Folgendes über Nikolai Roerichs Gemälde gesagt: „Ich bewundere aufrichtig Ihre Kunst und kann ohne Übertreibung sagen, dass die Landschaften niemals auf mich so einen tiefen Eindruck gemacht haben, wie die auf diesen Gemälden“.

Und hier sind die Worte des Volkskünstlers Russlands, Professor M.M. Kurilko-Rjumin, der das ordentliche Mitglied der Russischen Akademie der Künste ist, über das Schaffen Nikolai Roerichs: „Ich wage über Nikolai Roerich wie ein Künstler über einen Künstler zu sagen, dass er ein prächtiger Meister war. Er war ein glücklicher Mensch, weil schon das Erscheinen seines ersten Bildes „Der Bote” als eine große und markante Erscheinung der russischen Kunst aufgenommen war. [...] Die Berührung der Leinwand durch den Künstlerpinsel kann sowohl vulgär als auch fein und gefühlstief sein. Es war genau diese Feinheit, die in den Arbeiten von Nikolai Roerich so auffallend war”. Und Magnus Zawodsky hat sich erlaubt, ohne lange zu überlegen, über den großen Künstler zu sagen, dass er Kitsch malte.

Weiter behauptet der Autor des Artikels, dass Nikolai Roerich „wollte, vereinfacht gesagt, dass die Rote Armee in Tibet einmarschierte und ihn zum Herrscher über das Schneeland machte“. Um dieses Ziel zu erreichen, habe Roerich versucht, mit Gleb Boki, einen Abteilungsleiter der Geheimpolizei Tscheka, der „Roerich via Mongolei nach Tibet einzuschleusen“ versuchte, zusammenzuarbeiten. So versucht Magnus Zawodsky die Leser davon zu überzeugen, dass Nikolai Roerich ein Geheimagent des OGPU war und seine politischen Ziele mithilfe eines bewaffneten Konfliktes zu erreichen versuchte. Das ist aber wieder nicht wahr.

Zum ersten Mal wurde die Lüge über die Zusammenarbeit Nikolai Roerichs mit dem Geheimdienst der UdSSR in Russland vom Journalisten Oleg Schishkin im Jahr 1994 in einigen Artikeln in der Moskauer Zeitung "Heute" (Segodnia) veröffentlicht. Aufgrund seiner Erfindungen hat er später das Buch „Die Schlacht um Himalaja. NKVD: Magie und Spionage“ herausgegeben. Die Lüge über Nikolai Roerich war von Schishkins Verleumdungskollegen, Rosov und Andreev, aufgegriffen.

Man soll den deutschen Lesern mitteilen, dass das Twerskoj Munizipalgericht Moskaus bereits 1996 aufgrund der Klage des Internationalen Roerich-Zentrums die Information Schishkins, dass Nikolai Roerich ein Geheimagent der sowjetischen Geheimdienste gewesen sei und mit bewaffnetem Konflikt die Macht in Tibet zu ergreifen versucht habe, für der Wirklichkeit nicht entsprechend und die Ehre und Würde Nikolai Roerichs und der Mitglieder seiner Familie verletzend erklärt hat. Der vorhandene Rechtsspruch ist bereits vor 16 Jahren in Kraft getreten. Deshalb wird die Verbreitung jeglicher Informationen solcher Art von dem Internationalen Roerich-Zentrum als Verleumdung mit allen entsprechenden Konsequenzen angesehen.

Was die Worte des Artikelverfassers, dass Roerich „ein verhinderter Hitler“ war, betrifft, scheinen sie vollkommener Schwachsinn und Lästerung zu sein. Ein ausgebildeter Mensch würde nie auf solch einen Vergleich kommen. Es ist genauso unmöglich wie das Licht mit der Finsternis zu vereinen. Nikolai Roerich ist in der ganzen Welt nicht nur als ein großer Künstler, Schriftsteller, Denker, Gelehrter und Reisender, sondern auch als ein konsequenter Kämpfer für Triumph des Friedens und der Kultur bekannt. Er wird mit Recht als großer Friedensstifter bezeichnet.

Nur solch ein Mensch konnte vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges für die Priorität der Kultur in der Zivilisationsentwicklung und die Notwendigkeit deren Schutzes plädieren und in frühen 1930er Jahren eine internationale Bewegung zum Schutz von Kulturgut, die mit der Unterzeichnung des ersten internationalen Vertrages über den Schutz von künstlerischen und wissenschaftlichen Einrichtungen und geschichtlichen Denkmälern im Falle eines Krieges gekrönt wurde, ins Leben rufen.

Dieser Vertrag, der als Roerich-Pakt bezeichnet wird, wurde am 15. April 1935 im Arbeitszimmer des US-Präsidenten im Weißen Haus in Washington unterzeichnet.

Bei der Unterzeichnung hat Präsident Roosevelt gesagt: “Diesen Pakt für die Unterzeichnung den Völkern ganzer Welt anbietend, streben wir nach der weltweiten Anwendung eines der wichtigsten Prinzipien der Aufbewahrung der modernen Zivilisation”. Die Ideen des Paktes wurden der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten von 1954 zugrunde gelegt.



Deutschland ist unter der Nazi-Herrschaft gegen die Unterzeichnung des Roerich Paktes aufgetreten. Es war Ignoranz, die die Nazis bewogen hat, wenn sie die Denkmäler der Kultur zerstörten. Es ist leider dieselbe Ignoranz, die heute Zawodsky und andere von der Sorte bewegt, wenn sie das Andenken an den großen Friedensstifter Nikolai Roerich verleumden.

Die Kultur besteht in den großen Errungenschaften des menschlichen Genies, dem Wissen und der Schönheit, die zusammen die Grundlage unseres Lebens bilden.

Die Kultur wird nicht nur dann zerstört, wenn die Denkmäler der Geschichte und die kulturellen Güter zerstört werden, sondern auch wenn wir die Namen solcher großen Vertreter der Kultur wie Nikolai Roerich verleumden.

Das Letzte ist einem schwerwiegenden Verbrechen gleich, da es der jungen Generation den Glauben an die große Macht der Kultur entzieht.